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„𝗪𝗲𝘀𝘀𝗲𝗻 𝗕𝗿𝗼𝘁 𝗺𝗮𝗻 𝗶𝘀𝘀𝘁, 𝗱𝗲𝘀𝘀𝗲𝗻 𝗟𝗶𝗲𝗱 𝗺𝗮𝗻 𝘀𝗶𝗻𝗴𝘁“ – 𝗢𝗱𝗲𝗿 𝗮𝘂𝗰𝗵 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁.

  • Patricia Pfarrhofer
  • 4. Jan.
  • 1 Min. Lesezeit

Ich weiß es noch, als wäre es gestern gewesen. Das ist der Spruch, den mir ein Kollege in meinem ersten Job vor den Latz geknallt hat. Und ich habs geschluckt. Und getan. Das Lied einfach mitgesungen. 


Zweifelsohne stammt der Spruch aus einer Zeit, in der Loyalität zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer vor allem eins war: einseitig.

Wer bezahlt, bestimmt.

Und wer bezahlt wird, singt mit – egal, ob er den Text mag oder nicht.

Eigene Überzeugung? Sch*** der Hund drauf! Ende der Diskussion.


Heute funktioniert das nicht mehr so einfach.

Jüngere Generationen singen nicht jedes Lied mit – einerseits, weil sie den Text nicht kennen. Und andererseits erst recht nicht, wenn ihnen der Text nicht gefällt.


Zuerst wollen sie verstehen, 𝘄𝗮𝗿𝘂𝗺 sie es singen sollen.

Sie wollen 𝗺𝗶𝘁𝗿𝗲𝗱𝗲𝗻, vielleicht sogar eine Strophe umschreiben.


Für erfahrene Führungskräfte kann das anstrengend sein. Mühsam. "Was war denn am damaligen System so schlecht?" höre ich auch mich ab und zu mit mir selber sprechen. 


Ganz einfach. Die Welt hat sich weiter gedreht. Die Demografie hat die Karten neu gemischt. 

Aber diese Entwicklung ist auch eine große Chance, denn: 

Wer bereit ist, den Text gemeinsam zu schreiben, bekommt am Ende einen Song, den beide Seiten gerne und laut singen – und den man auch durchhält, wenn es mal stürmisch wird.


Vielleicht würde dieser Spruch heute so klingen:

✳️ Wessen Avocado-Toast man isst, dessen Playlist läuft im Büro.

✳️ Wessen Benefits man kassiert, dessen Teambuilding man übersteht.

✳️ Wessen Flex-Office man nutzt, dessen Purpose man liked.


So. Oder so ähnlich. Oder auch nicht. 


Vielleicht ist es möglicherweise Zeit, ihn ganz umzudrehen:

„𝗪𝗲𝘀𝘀𝗲𝗻 𝗟𝗶𝗲𝗱 𝗺𝗮𝗻 𝗴𝗲𝗺𝗲𝗶𝗻𝘀𝗮𝗺 𝘀𝗶𝗻𝗴𝘁, 𝗱𝗲𝘀𝘀𝗲𝗻 𝗕𝗿𝗼𝘁 𝘀𝗰𝗵𝗺𝗲𝗰𝗸𝘁 𝗮𝗺 𝗯𝗲𝘀𝘁𝗲𝗻.“


 
 
 

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