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𝐓𝐨𝐱𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐬 𝐕𝐞𝐫𝐡𝐚𝐥𝐭𝐞𝐧 𝐚𝐦 𝐀𝐫𝐛𝐞𝐢𝐭𝐬𝐩𝐥𝐚𝐭𝐳 – 𝐖𝐚𝐫𝐮𝐦 𝐰𝐢𝐫 𝐞𝐬 𝐚𝐧𝐬𝐩𝐫𝐞𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐦ü𝐬𝐬𝐞𝐧

  • Patricia Pfarrhofer
  • 4. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Jeder Arbeitsplatz ist ein Resonanzraum. Was dort gesagt – oder verschwiegen – wird, wirkt. Es entfaltet eine Kraft, die darüber entscheidet, ob ich wachse, gedeihe und wirksam werde – oder stagniere, mich zurückziehe und mein Potenzial ungenutzt bleibt.


Diese Resonanz prägt unsere Entwicklung – sie beeinflusst, welches Bild ich von mir selbst entwickle, wie selbstbewusst ich agiere, wie viel Vertrauen ich in meine Fähigkeiten setze.


Menschen sind verschieden. Es gibt viele wunderbare Persönlichkeiten, mit denen Zusammenarbeit gelingt. Führung, die stärkt. Teams, die tragen.


Aber es gibt auch Begegnungen, unter deren Einfluss man leidet.

Menschen, die einem nicht guttun.

Wenn jemand im Team destruktiv agiert, ist das belastend.

Wenn es aber die Führungskraft ist – dann ist der angerichtete Schaden oft unabsehbar.


Was meine ich mit toxischem Verhalten?

Verhaltensweisen, die das Miteinander vergiften.


- abwertende Kommentare oder Blicke

- Gerüchte und Missgunst

- bewusstes Zurückhalten von Informationen

- das subtile Infragestellen von Kompetenzen.


All das sind Verhaltensweisen, die darauf abzielen, andere zu verletzen –

und damit ihre innere Sicherheit zu zerstören.


Toxisches Verhalten ist ein Charakterproblem.

Es zeigt sich dort, wo Menschen Macht missbrauchen oder sich auf Kosten anderer stabilisieren. Wer wiederholt andere klein macht, tut das nicht aus Versehen – sondern als Kalkül.


Es ist Ausdruck eines Menschenbildes. Und es prägt die Kultur einer Organisation – egal, ob es ausgesprochen wird oder nicht.


Gerade im Bereich Early Career Leadership zeigt sich das besonders deutlich.

Denn junge Talente müssen toxisches Verhalten nicht aushalten – sie können gehen. Und sie tun es. Leise, schnell, endgültig. Zumeist auch ohne Erklärung.


Für Führungskräfte heißt das: Wer nicht hinschaut, verliert.

Und wer nicht handelt, sendet eine gefährliche Botschaft:

Verhalten bleibt folgenlos. Das beschädigt nicht nur Einzelne – sondern das Fundament von Führung.


Toxisches Verhalten ist keine Bagatelle. Es zerstört mehr, als uns oft bewusst ist:

🔹Vertrauen – zwischen Menschen und zur Führung,

🔹Psychologische Sicherheit – das Gefühl, sich zeigen zu dürfen,

🔹Lernräume – weil niemand mehr Fragen stellt,

🔹Zugehörigkeit – die wichtigste Währung für Bindung,

🔹und letztlich Führung – weil Schweigen Glaubwürdigkeit kostet.


Wer wegsieht, setzt all das aufs Spiel, was Organisationen stark macht:

Verbindung, Entwicklung, Zusammenhalt.


Fazit

Toxisches Verhalten verkleinert das Potenzial aller Beteiligten.

Niemand gewinnt etwas daraus – weder die, die es ausüben, noch die, die es ertragen. Es bremst Entwicklung und vertreibt Talente, die eigentlich wachsen könnten.


Deshalb: Keine Legitimation. Keine Relativierung. Kein Raum.

Toxisches Verhalten hat keinen Platz in gesunder Arbeitskultur.


 
 
 

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