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𝐌𝐚𝐜𝐡 𝐝𝐢𝐜𝐡 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐤𝐥𝐞𝐢𝐧𝐞𝐫, 𝐧𝐮𝐫 𝐰𝐞𝐢𝐥 𝐚𝐧𝐝𝐞𝐫𝐞 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐢𝐧 𝐝𝐞𝐫 𝐋𝐚𝐠𝐞 𝐬𝐢𝐧𝐝, 𝐝𝐢𝐜𝐡 𝐢𝐧 𝐝𝐞𝐢𝐧𝐞𝐫 𝐯𝐨𝐥𝐥𝐞𝐧 𝐆𝐫öß𝐞 𝐳𝐮 𝐬𝐞𝐡𝐞𝐧.

  • Patricia Pfarrhofer
  • 4. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Kamala Harris hat diesen Satz in einem Podcast gesagt. 

Ich saß da grad im Auto und hab dieses Interview so nebenbei laufen lassen. Ehrlich gesagt eher als leichten Zeitvertreib. Aber dieser Satz hat gesessen.


"Mach dich nicht kleiner, nur weil ANDERE nicht in der Lage sind, dich in deiner VOLLEN GRÖßE zu sehen."

Und damit spricht sie etwas aus, das benennt, das manche von uns möglicherweise nur allzu gut kennen: Dieses stille "Sich-Zurücknehmen", um nicht zu viel zu sein.


Und ich habe mich gefragt, wie oft wir das tun. Nein: Ich habe mich gefragt, wie oft ich das tue oder getan habe. Und mir sind viele Momente eingefallen. 

Ich habe mich zurückgehalten. Aus Rücksicht. Aus Vorsicht. Aus Angst.

Oder einfach, weil ich dachte, es sei besser so.


Wir treten einen Schritt zurück, damit andere sich wohler fühlen.

Wir sagen „Ach, das war nichts“, obwohl es viel war.

Wir machen uns klein, um nicht anzuecken – und merken gar nicht, wie eng es dabei wird.


Wir lassen unser Licht auf Sparflamme scheinen, um andere nicht zu blenden. Wir reden unsere Kompetenz klein, um niemandem im Weg zu stehen. Wir passen uns an, um dazu zu gehören.


Und irgendwann merkt man, dass man sich dabei selbst ein Stück verliert.


Ich habe lange gebraucht, um zu verstehen, dass diese Form von Rücksicht nicht immer edelmütig ist – manchmal ist sie einfach nur Gewohnheit.

Ein gelerntes Muster, eingeschrieben in uns, oft schon sehr früh.


Wenn dir als Kind gesagt wurde: „Sei doch nicht immer so g’scheit.“

Oder: „Lass zuerst mal die anderen.“ Dann lernst du, dich zu zügeln.

Nicht, weil du nicht kannst – sondern weil du glaubst, du solltest.


So wird Zurückhaltung zu einer Art kulturellen Vorleistung:

Ich nehme mich ein Stück zurück, damit andere sich nicht kleiner fühlen müssen. Und irgendwann denkst du, das sei Stärke.

Dabei ist es oft nur eine sehr höfliche Form von Selbstverleugnung.


Aber dieser Satz – dieser Satz von Kamala Harris – stellt das auf den Kopf.

Er sagt nicht: „Mach dich groß.“ Er sagt: „Erlaub dir, du selbst zu sein.“

In deiner ganzen Größe. Mit allem, was du kannst, weißt, fühlst, gelernt hast.

enn deine Größe ist kein Vergleichswert. Sie ist ein inneres Maß.

Ein Raum, den du dir nicht nehmen lässt – auch nicht von denen,

die (noch) nicht in der Lage sind, ihn zu sehen.

Und ja, es gibt Menschen, deren Interessen deinen entgegenstehen.

Menschen, die dich kleinhalten, weil sie sich selbst nicht groß fühlen.


Aber es gibt auch die anderen. Die, die sich mit dir freuen. Die, die an dich glauben. Die, die dein Strahlen nicht als Bedrohung sehen.

Such die Menschen, die sich mit dir freuen. Die, die an dich glauben.

Denn wahre Größe entsteht dort, wo du dir erlaubst, sie zu leben.


Wenn dich dieser Gedanke berührt hat, trag ihn weiter.


Vielleicht braucht heute jemand genau diesen Satz.

 
 
 

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